Umbau & Refit

Die Woge war beim Kauf zwar generell in einem seetüchtigen Zustand, aber es gab viele Dinge die ich anders haben wollte und es mussten viele ‚altlasten‘ beseitigt werden…

Bilder vom Umbau und dem Refit

Ich bin handwerklich – nennen wir es mal – mäßig begabt, wollte aber so viel es geht selbst an dem Boot machen. Zwar haben mich einige vor einem Segelboot aus Holz gewarnt, aber ich wollte die Woge UNBEDINGT haben. Vor der Woge hatte ich zwei Jahre eine Rebell Mark II, mit der ich meine allerersten Erfahrungen mit segeln und Boot allgemein gesammelt habe. Auf der YouTube-Akademie habe ich dann diverse Fortbildungskurse in Sachen Refit und Bootsbastelei besucht und natürlich einige Freunde gelöchert. Und dann ging es an die Arbeit…


Der Rumpf Teil 1

Der Unterwasserbereich war mit einer gefühlt einem Zentimeter dicken Antifoulingschicht bedeckt, welches an einigen Stellen abgeplatzt war und mit Spachtel wieder dichtgeschmiert wurde. Für mich stand schon vor dem Kauf fest, das muss runter. Außerdem wollte ich eine andere Farbe für das Freibord haben. Eine Vereinskamerad brachte mich dann auf dieses ‚english green‘, was ich richtig toll fand und so wurde die Woge dann in grün gestrichen…

Der Rumpf Teil 2

Beim ersten Anstrich des Freibords hatte ich nur die Fläche über der Scheuerlesite komplett abgezogen und neuen Lackaufbau gemacht (Abgeschliffen/Yacht Primer/Pre Kote/ Hauptlack). Den unteren Teil habe ich den alten Lack nur angeschliffen, grundiert und dann lackiert. Wie sich in der Saison 2021 raus stellte, war das ein Fehler. Ich hätte auch hier den alten Lack komplett runterholen müssen. Der alte Lack warf blasen und platzte teilweise ab. Also entschied ich mich, auch diesen Teil des Freibords komplett neu aufzubauen… Im Herbst 2021 habe ich die Vorarbeiten erledigt und im frühjahr 2022 kommt dann der neue Anstrich.

Der Bugraum

Der Bugraum diente dem Vorbesitzer als Lager und es war dort eine Art ‚Plumsklo‘ eingebaut. Geschlafen wurde im Salon. Eigentlich gut gelöst. Aber ich bin größer als der Vorbesitzer und konnte auf den kleinen Kojen im Salon nicht schlafen. Daher entschied ich mich, den Bugraum zu einer für mich passenden Koje umzubauen….
OK, ein Klo habe ich seit dem nicht mehr an Bord…aber eine Pütz… 😉

Das Deck

Das Deck auf der Steuerbordseite war – warum auch immer – lackiert / gestrichen, ich denke es war Benaröl oder Dickschichtlasur. Das musste weg, ich wollte wieder das Teak haben. Handläufe, Aufbau, Türen, Luken, Plicht – alles war ziemlich ‚abgerockt‘. Da gab es nur eins: Alles bis aufs Holz runter und neuen Lackaufbau…

Die Elektrik

Auf dem Boot gab es lange Zeit gar keine Elektrik. Navilicht waren damals Laternen, wofür man sogar ein Laternenattest benötigte. Irgendwann wurde auch ein bisschen Elektrik eingebaut. Eine Starterbatterie für den SABB Motor, den man allerdings auch per Hand starten konnte, und an der Batterie war noch eine Dreifarbenlaterne und ein Licht für den Salon angeschlossen. Für mich war klar, da musste eine vernünftige Elektrik rein. Eine 150AH AGM Batterie, LED Navilicht, jede Menge USB-Steckdosen, LED Licht im Salon und Bugraum, Ladegeräte (230V und A2B von Sterling) und so weiter. Dies habe ich alles in 2020/21 installiert. Auch ist mittlerweile ein Tiefenmesser eingebaut. Eine Solaranlage ist für Saisonstart 2022 geplant.

Die Winschen

Die Winschen liefen ein wenig schwergängig, hier sieht man warum…Nach dem zerlegen, reinigen und neu fetten liefen die wieder ‚wie geschmiert‘ 😉

Sonstiges

Hier noch ein paar weitere Bilder…